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PLASTIK
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Die Möglichkeit, Möbel aus neuen synthetischen Materialien herzustellen, nannte man auch „Plastic Revolution“. Diese durch neue Techniken gewonnenen Kunststoffe waren preiswert herzustellen, einfach in der Verarbeitung und variabel im Einsatzgebiet. So entwickelte sich ein undenkbarer Formenreichtum, der sich vor allem an den menschlichen Körper anpasste. Die Lieblingsmaterialien der Designer waren Plastik, Plexiglas, Schaumstoff und aufblasbares PVC.
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Es entstanden sogar Wegwerfmöbel, die das höchste der Gefühle in einer Zeit waren, in der Individualität und Mobilität an erster Stelle standen. So gab es z.B. Möbel, die man sich selbst aus der Tube pressen konnte, selbst noch kurz bevor man Besuch bekam. Weniger modern, dafür aber preiswerter waren faltbare Papp-Möbel. So bekam man viele Möbel für wenig Geld, hatte allerdings auch einen enormen Verschleiß zu verzeichnen. Kein Wunder also, dass in der Zeit der Sperrmüll viel genutzt wurde. Mit der Rohstoffknappheit, der Ölkrise und der aufkommenden Öko-Welle endete jedoch der Synthetik-Boom.
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Nicht alle Möbel waren jedoch zum Wegwerfen vorbestimmt. Stabiler waren z.B. die aus einem Guss gefertigten skulptur-ähnlichen Plastikmöbel, wie der Stuhl „Floris“ oder das „Uten-Silo“. Trotzdem kam Plastik langsam aus der Mode und ein traditionelleres Design und ebensolches Handwerk, das Dauerhaftigkeit versprach, war wieder gefragt. Allerdings war nun der Kunststoff im Alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken, hatte er sich doch bei Produkten wie Gehäusen, Skischuhen, Babyflaschen oder medizinischen Instrumenten ohne Konkurrenz durchgesetzt. Die Kenntnis der Umweltprobleme bei Produktion, Transport und vor allem bei der Entsorgung der Materialien führte aber zu einem verantwortungsvollerem Umgang mit Kunststoffen, dass sie weiterhin eingesetzt wurden und heute nicht mehr wegzudenken sind.
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